Modernste Technik ist nicht alles, aber ohne sie ist alles nichts.

Das Operationsmikroskop (Foto vom Pro Ergo)

Dem menschlichen Auge und den üblichen optischen Sehhilfen der Zahnärztin / des Zahnarztes sind Grenzen gesetzt. Genau hier kommt unser Operationsmikroskop zum Einsatz, denn es zeigt auch die geringsten Verunreinigungen im Wurzelkanal.

Das Operationsmikroskop

Ein Vergleich macht deutlich, wie das Operationsmikroskop zum Erfolg der Wurzelkanalbehandlung beiträgt:

SehwerkzeugVergrößerung x-fachAnzahl Bildpunkte
(Informationsdichte)
Foto
menschliches Auge1,01,0
einfache Lupenbrille mit Galileo-Prinzip2,5 6,25
aufwendige Lupenbrille mit Kepler-Prinzip4,520,25
Modell 2012 der besten Lupenbrille
mit Kepler- Prinzip (mein Modell)
6,036

Operationsmikroskop
Opmi ProErgo Zeiss Hersteller Prospekt

Operationsmikroskop Dr. Eggert

25,0625

Zahnanatomie durch das Mikroskop betrachtet

Kein Zahn gleicht dem anderen. Ein Wurzelkanal ähnelt eher einer Tropfsteinhöhle als einem Abflussrohr. Wo die anatomische Norm in den 70er Jahren bei einem oberen ersten Molar (Backenzahn) drei Kanäle postulierte, fand man manchmal einen vierten Kanal.
Mit einer guten Lupenbrille und Beleuchtung stieg die Quote der Zähne mit einem vierten Kanal in den Folgejahren zunächst auf 50%. Mit dem Operationsmikroskop liegt die Quote heute bei 95 %. (Mehr siehe Downloads/Linkliste – Operationsmikroskop)
Wenn einmal der vierte Kanal nicht zu finden ist, sucht der Operateur intensiv danach und behält ein ungutes Gefühl, wenn er sich in diesem Ausnahmefall darauf festlegt, der Zahn habe tatsächlich nur drei Kanäle. Der Misserfolg eines übersehenen, nicht behandelten Kanals verursacht bei einer Patientin bzw. einem Patienten Schmerzen. Hier kann die Behandlung immer noch erneut von Grund auf in Form einer Revision durchgeführt werden.

Es gibt z. B. auch kleine Backenzähne mit 3 Kanälen statt 1 Kanal, große Backenzähne mit bis zu 7 Kanälen statt der erwarteten 3 Kanäle, dazu Verzweigungen, Einmündungen, Gabelungen, Kreuzungen, Seitenkanäle, Blockaden, Abknickungen in jeder Ebene und auf jeder Höhe. Zwischen den Kanälen einer Wurzel gibt es häufig filigrane Verbindungsschlitze oder – Kanäle, sogenannte Isthmen.

Mit dem Operationsmikroskop wird all das sichtbar. Aber es leistet noch mehr: Was unsere Instrumente tief im Zahninneren bewirken, können wir mit dem Operationsmikroskop im Voraus kalkulieren. Es begleitet jeden Arbeitsschritt „optisch” – vor dem nächsten Schritt erkennen wir das Ergebnis des vorhergegangenen. Die archaisch anmutende Wurzelkanalbehandlung ohne Mikroskop liefert im Gegensatz dazu der / dem behandelnden Zahnärztin / Zahnarzt lediglich einen „ungefähren” Eindruck seines Arbeitserfolges.

Die Vorteile der Wurzelbehandlung mit Mikroskop:

  • das präzise Erkennen der individuellen Zahneigenschaften
  • darauf abgestimmt die zielgerichtete Auswertung der Information
  • die in einem klaren Behandlungskonzept strukturierte Anwendung und Koordination der auf den Einzelfall ausgelegten optimalen Arbeitsschritte und -instrumente
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