Wie und wann geht es weiter?

Ältere, überholte Therapiekonzepte und auch immer noch die Richtlinien der gesetzlichen Krankenkassen sahen nach Wurzelbehandlungen monatelange Wartezeiten vor, bevor ein wurzelbehandelter Zahn die Krone erhielt. Daraus spricht das geringe Vertrauen der Behandler/-innen in die Qualität der eigenen Wurzelbehandlung, das bei den Einfachmethoden verständlich ist. Als großer und entscheidender Nachteil kommen in der Wartezeit auf den Zahn zwei Gefahren zu:

  1. Das Risiko einer Längsfraktur ist sehr groß. Die Folge ist sofortiger Zahnverlust.
  2. Eine Reinfektion des Wurzelkanals ist vorprogrammiert.

Damit sinken die Erfolgschancen stark ab.

Wir empfehlen daher, jeden wurzelbehandelten Zahn so schnell wie möglich endgültig zu versorgen. Damit wird zugleich dem Risiko der Fraktur am besten begegnet.

In der Studie mit 1,4 Millionen Wurzelbehandlungen in den USA lag die Quote der vermeidbaren Zahnverluste bei 85% der nicht überkronten Zähne. Das muss nicht sein – dafür machen wir uns in unserer Praxis nicht die Mühe einer perfekten Wurzelbehandlung.
(Mehr: Siehe Längsfrakturen - Erfolgsfaktoren für Zähne ohne Risse.)

Eine endgültige Füllung erhält der Zahn am einfachsten und am besten direkt in einem Termin - noch unter dem Schutz des Kofferdam, der schon der Wurzelbehandlung diente.

Ein Langzeitprovisorium – wenn es benötigt wird – wird bakteriendicht und kaustabil geklebt, und zwar in der Regel schon vor der Wurzelbehandlung.

Endgültige Kronen sollte die überweisende Zahnärztin oder der überweisende Zahnarzt spätestens 30 Tage nach Abschluss der Wurzelbehandlung endgültig bakteriendicht eingesetzt haben. Für die Zeitspanne von der Wurzelfüllung bis zum Einsetzen der Krone schützt die Versiegelung an den Kanaleingängen den Zahn vor erneuter Reinfektion.

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